Oversea Notes

Kleiner Abriss über den Sinn eines solchen Blogs 

Als Anlass stellen wir uns einmal vor, jemand verreist für ein Jahr, um die Welt zu sehen. Vielleicht ist das etwas hoch gegriffen, aber zumindest die Welt außerhalb der engen Grenzen, in die er geboren wurde, sollte betrachtet werden.  Wir stellen uns vor, dass unser Protagonist nach Übersee verreist und zur Zeit irgendwo in Amerika lebt, aber an einem Ort, mit dem man Amerika ganz sicher nicht beschreiben kann. Dort lebt er irgendwie normal ein Leben wie tausend andere, die ihn umgeben und ihn zu kennen glauben. Wir stellen uns vor, es gaebe einige Eckdaten, an denen man ihn festmachen könne, Eigenschaften und Vorlieben, Fähigkeiten und Menschen, die ihn kennen. Aber das ist eine Illusion.
Der Held, wenn wir ihn einmal so taufen wollen (was Vor- und Nachteile hat), wird ein jahr dort leben, w
o man früher mal das Ende der Welt verortet hat. Und mit der Erkenntnis, dass es nicht das Ende war und dahinter nicht das Nichts kommt, hat diese Reise auch zu tun. Es ist in gewisser Hinsicht eine Entdeckungsreise, auch wenn er nicht ganz Kolumbus und seinen Mitstreitern und Nachfolgern folgen wird. Immerhin, eines hat er gemeinsam mit den Kollegen Seefahrern und Entdeckern: Die Suche nach dem Ende der Welt. Er wird sicher auf etwas stoßen, auf mehr als nur endloses Wasser, Sturm und Leere. Auf der anderen Seite ist es trotz des Fernen, Neuen, Fremden eine ähnliche Reise wie die derjenigen zuvor: Sie spiegelt den Helden. Und auf ihre erfindet er sich.